Wissenschaft

Achtung, Zecken!

today13. April 2023

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Winzige Insekten mit Biss: Zecken sind als Krankheitsüberträger gefürchtet, und das zu Recht. Der Biss einer infizierten Zecke kann FSME und Borreliose auslösen – Krankheiten, die nicht zu unterschätzen sind.
Vor allem in den Übergangsjahreszeiten sind die Zecken aktiv. Frühling ist Zeckenzeit!

Das Wichtigste im Überblick

  • FSME: Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch Viren übertragen. Nicht jeder Zeckenstich ist gefährlich: Höchstens jede 20. Zecke trägt FSME-Viren in sich. Erkennen können Sie die Krankheit zunächst an Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit. In einem zweiten Schub (der oft auch ausbleibt) entstehen intensive Kopfschmerzen, Fieber, Bewegungs- und Bewusstseinsstörungen, in schweren Verläufen Lähmungserscheinungen. Ein Drittel der Erkrankten zeigt neurologische Folgeschäden; in etwa einem Prozent der Fälle endet die Krankheit tödlich.
  • Borreliose: Die Borreliose wird durch Bakterien übertragen. Auch hier gilt: Nicht jede Zecke ist damit infiziert. Ein typisches Symptom ist die sogenannte Wanderröte, eine ringförmige Hautrötung rund um die Bissstelle. Wenn das Nervensystem von den Bakterien befallen wird, treten Nervenschmerzen und andere Symptome wie Sinnesstörungen, Taubheitsgefühle oder Lähmungen auf. Die Borreliose ist gut behandelbar, wichtig ist allerdings eine frühzeitige Diagnose! Ohne Behandlung können sich noch Monate oder Jahre später unangenehme Folgeerscheinungen (z.B. die Lyme-Arthritis) zeigen.

Gegen FSME gibt es eine wirksame Impfung, die Sie regelmäßig auffrischen sollten: https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/impfungen/ueberblick/fsme.html
Eine Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden.

Weder FSME noch Borreliose sind von Mensch zu Mensch übertragbar.

Zecken richtig entfernen

Eine Faustregel in Sachen Zecken: Je früher Sie eine Zecke entfernen, desto besser!
Das Infektionsrisiko steigt mit der Dauer, die die Zecke saugt. Überprüfen Sie deswegen nach jedem Aufenthalt im Grünen Körper, Kleidung und Haustiere auf die Insekten. Die Zecken krabbeln oft noch stundenlang auf dem Körper herum, bevor sie sich festsaugen.
Auch Insektenmittel und die passende Kleidung (lange Hosen!) sind zur Prävention geeignet.

Die beste Methode zur Zeckenentfernung: Erfassen Sie die Zecke möglichst nahe an der Haut – am besten mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte, ansonsten mit den Fingernägeln – und ziehen Sie sie möglichst gerade heraus.
Die Zecke soll nicht gequetscht werden, das setzt zusätzliche Krankheitserreger frei. Auch Öl, Cremes oder andere „Hilfsmittel“ haben an der Stichstelle nichts verloren!
Die „Zangen“ der Zecke können ruhig in der Haut steckenbleiben, das regelt die Haut innerhalb weniger Tage von alleine.

Wann zum Arzt / zur Ärztin?

Wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt, wenn Sie die Zecke nicht selbst entfernen können, sich die Einstichstelle stark entzündet oder eine ringförmige Hautrötung rund um die Stichstelle entsteht. Wenn bis zu sechs Wochen nach dem Zeckenstich grippeähnliche Symptome entstehen, kann es einen Zusammenhang mit dem Zeckenbiss geben – auch dann ist eine ärztliche Abklärung zu empfehlen.

Abschließend eine weitere wichtige Faustregel:

Denken Sie an Zecken, selbst wenn keine zu sehen sind!

 

Für unterwegs haben wir Ihnen die wichtigsten Infos auch für die Ohren aufbereitet:

Alles über Borreliose:

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    Achtung, Zecken! Eva Maria Wohlfarter

 

Alles über FSME:

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    Achtung, Zecken! Eva Maria Wohlfarter

 

Weiterlesen

Noch mehr Informationen erhalten Sie auf dem österreichischen Gesundheitsportal: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/immunsystem/zecken-krankheiten.html 

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, besuchen Sie die Seite des Robert Koch Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zecken/Zecken_node.html

Written by: Eva Maria Wohlfarter

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